Aufbau und Installation


Hat man den relativ schweren (ca. 31 kg) und voluminösen OKI MC573 MFD (Multifunktionsdrucker) erst einmal ausgepackt und richtig aufgestellt, kann es sehr zügig mit Installation beginnen.
Ein übersichtlicher und informativer Setup Guide als Print beschreibt verbal und plakativ die Vorbereitungen zur Inbetriebnahmen.
Eine sehr ausführliches und gut gegliedertes Benutzerhandbuch auf der mitgelieferten CD beschreibt alle Funktionen und deren Einstellungen.
Entsprechend einfach gestaltet sich die Installation des MDF, auch wenn man zu Beginn sicherlich nicht alle der zahlreichen Optionen sofort einzustellen vermag.
Das große und horizontal schwenkbare 7-Zoll-LCD-Touchdisplay und die intuitive Bedienerführung erleichtert dabei die Handhabung / Installation.

Die Installation unter Windows 10 funktionierte einwandfrei.
Die Anschlüsse für Strom, Netzwerk und USB-Anschluss sind gut erreichbar und abdeckbar am Gerät hinten angebracht.
Die Toner sind im Inneren gut erreichbar angebracht und sind ohne große Fummelei zu tauschen.

Die Abdeckungen und Papierkassette sind gut zu handhaben und funktionieren exakt.

Eine qualitativ äußerst hochwertige Materialhaptik wirkt dabei auf mich wie das aufwändig gestaltete Armaturenbrett eines deutschen Oberklassenfahrzeuges – nichts klappert oder riecht unangenehm nach Plastik oder ist lieblos hingepfuscht.


Ein paar kleine Kritikpunkte gibt es aber dann doch – auch wenn es jammern auf hohem Niveau darstellt:
neben dem fehlenden USB-Kabel ist der WLAN-Anschluß leider optional – zudem ist für einen Netzwerk- oder Abteilungsdrucker die Papierkassette relativ klein geraten,
auch wenn sie optional (zwei zusätzliche Papierkassetten für je 530 Blatt Normalpapier) erweitert werden kann.
Bei dieser enormen Druckgeschwindigkeit von ca. 30 Seiten pro Minute wird die Standardkassette wohl ständig leer sein.
Bewertung: 


Betrieb und Qualität von Druck/Scan/Kopien


Nach mehreren „Farblaserdruckgedenksekunden“ kommt der MFD rasch aus seinem Stand-by-Modus und erreicht eigentlich bei allen Modi (einfacher und doppelseitiger Druck, Scanner, Kopierer, Fax) ein erstaunliche Geschwindigkeit. Zudem bleibt der Geräuschpegel in einem angenehmen Bereich, so dass der Drucker nicht extra im Flur oder Abstellkammer aufgestellt werden muss und in einem Büro mit normalen Hintergrundgeräuschen auch „geduldet“ werden kann. `

Meine eben erwähnte „erstaunliche Geschwindigkeit“ ist natürlich relativ und sollte mit ein paar absolute Zahlen untermauert werden: Ein einseitiges Dokument benötigt ab Druckbefehl etwa 7,5 handgestoppte Sekunden zur Fertigstellung (Drucker im Betriebs-Modus) und 14 handgestoppte Sekunden zur Fertigstellung (Drucker im Stand-By-Modus). Nachfolgende Drucktests habe ich im Betriebs-Modus durchgeführt. Das Schwergewicht druckt dabei ca. 30 Seiten pro Minute in Schwarz-Weiß. Eine 10-seitiger Farbdruck ist dabei nach etwa 30 Sekunden fertig gestellt. Dank des großen Cache von 1 GByte sind auch größere Grafikdateien möglich. Nur bei einem Wechsel von reinem Schwarz-Weiß- zum Farbdruck in einem Druckauftrag braucht der OKI MFD eine kleine Auszeit – kennt man aber auch von fast allen Farblaser-Geräten.

Das Scannen und Kopieren ist ebenfalls erstaunlich schnell, auch wenn man den mehrseitigen Einzug und nicht nur die einseitige Kopier- oder Scan-Version direkt auf der Glasauflage verwendet.
Wenn man insbesondere sein Augenmerk auf die Qualität der erzeugten Druckseiten oder die hohe und klare Auflösung der gescannten Dokumente legt, ist man beim OKI MFD am richtigen Platz. Selbst ein Fotodruck mit dunklen Farben ist eine wahre Pracht. Die Druckqualität ist immer hervorragend und in der benötigten Zeit ein kleines Wunder. Um diese Qualität der Modi auch zu verdeutlichen, habe ich eine stark strukturierte Grafik gedruckt und anschließend kopiert:


kaum Qualitätsverlust beim Kopieren
Auf den ersten Blick ist die Kopie nicht vom Original zu unterscheiden. Insbesondere die Farbtiefe, die exakte und abgegrenzte Darstellung von Linien und die Farbbrillanz sind hervorragend.
Optional bietet der OKI MFD die Möglichkeit die Farbwerte auch manuell einzustellen.
War aber meinen Test nicht notwendig, die Grundeinstellung liefert äußerst zufriedenstellende Ergebnisse.


Druckqualität reicht schon fast einen Tintenstrahler mit hoher Auflösung ran
Die Ergebnisse wurden dabei auf normalen Standardpapier und nicht auf Fotopapier gedruckt.
Über den Multiformateinzug lassen sich viele Papiergrößen bis zu DIN-A4 bedrucken.
Die beschriebene Option, auf einen Papier-Banner bis zu 1,32 m Länge zu bedrucken, konnte ich leider nicht testen – wäre aber eine schicke Angelegenheit!
In der hohen Qualität liegt die wahre Stärke des OKI MFD.

Bewertung:  


Connectivity


Die Ansteuerung über USB, bzw. Netzwerk ist im Test über jeden Zweifel erhaben, stellt aber ehrlich gesagt auch kein Hexenwerk dar.
Eine gute Funktionalität sollte man bei der sonstigen Qualität des OKI MFD auch erwarten können. Auch das nur in englische Sprache zur Verfügung stehende Web-Interface, wirft einen da nicht aus der Bahn, da diese meist eh vom Administrator bedient werden sollte.
Auch müsste der Anschluss für den USB-Stick nicht unbedingt frontseitig verbaut werden, da er dort durch Unachtsamkeit beschädigt werden könnte.

Vermisst wird dabei etwas der WLAN-Anschluss, der aber für sehr moderate € 43,00 dazu erworben werden kann (Empfehlung: sollte damit eigentlich gleich als Paket mitbestellt werden).

Hier kommt es zwar auch darauf an, wie das Benutzerverhalten im jeweiligen Unternehmen ist.
Werden Tablets oder Notebooks ohne LAN-Anschluss benutzt, ist der WLAN-Anschluss ein must-have.
Etwas mehr Cloud-Unterstützung würde ich mir auch wünschen, ist aber bei dem moderaten Preis auch nicht unbedingt zu erwarten.
Optionale Erweiterungen dafür werden für die Zukunft aber zwingend erforderlich.

Bewertung:  


Fazit


Ein Schwergewicht mit herausragenden Qualitäten. Bei der Betrachtung aller aufgeführten hervorragenden Bewertungen, die das Resultat der enormen Qualitätsergebnisse darstellt, muss man zu einem solchen überragenden Fazit kommen. Auch im Vergleich zu Konkurrenzprodukten schneidet der OKI MFD hervorragend ab.

Jedoch sollte man die Störanfälligkeit und auch die Wirtschaftlichkeit des OKI MFD mit beurteilen.
Eine Störung oder Papierstau war beim Kurzzeittest nicht aufgetreten. Etwas Eigenwillig ist jedoch die Menüführung am Display, sollte man versehentlich eine Abdeckung nicht richtig geschlossen haben, oder es sonst anderweitig zu einer Fehlermeldung kommen.
Sollte man hier nicht genügend Zeit verwenden um die Meldung systematisch ab zu arbeiten, kann man manchmal schon etwas Ungeduldig werden und dann leider immer wieder auf die gleiche Meldung zurück kommen.

Zum Thema Wirtschaftlichkeit habe ich mal eine kleine Rechnung angestellt, die eine ungefähre Kenngröße darstellen sollte.
Zugrunde gelegt habe ich dabei die mir verfügbaren Verkaufspreise der Verbrauchsmaterialien:

Bei der größten Tonerkartusche beträgt der Preis einer Schwarz-Weiß-Seite ca. 1,5 Cent, der Preis einer Farbseite ca. 2,5 Cent.

Das optionale OKI Wireless Kit liegt bei sehr moderaten € 43,00.

Der für den OKI MFD optionalen zweiten/dritten Papierschacht für 530 Blatt werden allerdings erstaunliche € 220,00 aufgerufen, das ist in etwa die Hälfte des Anschaffungspreises des OKI MFD!

Preislich liegt der OKI MC573dn MFD in einem sehr annehmbaren finanziellen Rahmen (Ausnahme dabei ist der optionale zweite/dritte Papierschacht).

Somit ergibt der Test das eindeutige Resultat, dass der OKI MC573dn MFD eine absolute Kaufempfehlung für kleine mittelständische Unternehmen oder kleine Abteilungen darstellt.

Gesamtbewertung: